Containerbauweise

Die SEVA Energie AG aus dem niedersächsischen Emstek produziert in diesem Jahr ca. 200 Blockheizkraftwerke für Biogasanlagen, von denen mittlerweile ca. 70% in Containern ausgeliefert werden. Im Unterschied zu den auf vielen Biogasanlagen eingesetzten umgebauten Seecontainern oder umfunktionierten Trafostationen aus Betonfertigteilen, wird bei SEVA ein speziell für den BHKW-Einsatz gefertigter Container verwendet.

Containerbauweise Diese 3Raum-Container haben neben einem Aggregate-Raum, einen Raum für die Schaltanlage und einen dritten Raum für die Alt- und Frischölversorgung.
Je nach Typ des eingebauten Blockheizkraftwerkes werden die Container in den Größen 30ft (ca. 9 m Länge) oder 40ft (ca. 12 m Länge) geliefert. Der 3Raum-Container ist mit 3 m Höhe und 3 m Breite größer als die sonst gelieferten Standardcontainer und erfüllt Industriestandards auf höchstem Niveau.

Das größere Innenraumvolumen dieser Containerbauweise gewährleistet eine optimale Be- und Entlüftung des Aggregat-Raumes und erleichtert die Bedienung sowie Servicearbeiten am Blockheizkraftwerk. Nur bei ausreichend zur Verfügung stehendem Raumvolumen, können die Peripherie des Blockheizkraftwerkes optimal positioniert sowie Service- und Wartungsarbeiten fachgerecht und in akzeptabler Zeit durchgeführt werden. Außerdem werden durch die verbesserte Belüftung des Containers lokale Überhitzungen gerade bei erhöhten Außentemperaturen vermieden.

Natürlich ist die optimierte Frischluftversorgung des Aggregat-Raumes allein nicht ausreichend für einen stabilen Betrieb. Die Zuluft wird deshalb über eine Steuerung geregelt, welche die Außenluftbedingungen im Sommer und im Winter berücksichtigt. Dies wird bei SEVA durch temperatur- und druckgeregelte Ventilatoren und durch selbsttätig schließende Jalousien realisiert. Die in den Container gesaugte Außenluft wird anschließend über ein Ansaugrohr geregelt zum Aggregat geführt und zusätzlich gemischt, um die optimale Verbrennungslufttemperatur von 20°C zu erreichen. Außerdem wird die Zuluft bei einem SEVA Container in Dachhöhe angesaugt, um Verunreinigungen der Außenluft durch Staub etc. weitestgehend zu vermeiden.

Neben der Regulierung der Zuluft und Verbrennungsluft ist die Biogasaufbereitung ein weiterer wichtiger Faktor für einen stabilen und störungsfreien Betrieb des Blockheizkraftwerkes. Die Aufbereitung des Biogases wird bei SEVA durch eine Gaskühlung sichergestellt und mit einem zusätzlichen Filter vor dem Verdichter ergänzt.
Die Sonderbreite des SEVA Containers ermöglicht zudem, die Heizungsverteiler im Innenraum zu montieren und damit mögliche Wärmeverluste so gering wie möglich zu halten.

Als zweiter Raum ist der von außen und vom Aggregate-Raum zugängliche Schaltschrankraum ausgewiesen. Dieser Schaltschrankraum ist schon allein wegen der verbesserten Arbeitsbedingungen bei Wartungen und Servicearbeiten von Vorteil. Außerdem erleichtert dieser separate Raum dem Betreiber selbst das Ablesen und Auswerten der Betriebsparameter bei der täglichen Kontrolle des BHKW.

Der dritte Raum des SEVA 3Raum-Containers ist ebenfalls von außen zugänglich und beinhaltet die Schmierölversorgung mit je einem PE-Tank für Alt- bzw. Frischöl mit 1.000 l Inhalt.
Des Weiteren ist dieser Ölversorgungsraum mit einem Heizkörper ausgestattet, um das Schmieröl vor zu niedrigen Temperaturen in den Wintermonaten zu schützen.

Nur bei diesen für das BHKW optimierten Betriebsbedingungen, kann mit einem Blockheizkraftwerk die in der Regel kalkulierte Betriebsstundenzahl zwischen 8.000 und 8.500 Stunden pro Jahr realisiert und die im Wartungsplan angegebenen Wartungs- und Instandsetzungsintervalle erreicht bzw. zeitlich überschritten werden.
Insgesamt setzt sich diese Containerbauweise immer mehr bei Betreibern und auch Planern durch. Die beschriebenen Vorteile dieser für den BHKW-Einsatz optimierten und qualitativ hochwertigen 3Raum-Container gewährleisten eine stabilen und störungsfreien Betrieb von Blockheizkraftwerken und sind somit ein Garant für den ökonomischen Erfolg der Anlage.